Ausgezeichnet mit dem Theaterpreis Hamburg. Der Klassiker mit Jascha Schütz kommt für wenige Vorstellungen zurück.
Der Aufschrei einer gequälten Kreatur als packendes Solo: Allein in der Todeszelle auf seine Hinrichtung wartend, wird Woyzeck immer wieder von den Dämonen der Vergangenheit heimgesucht: vom Hauptmann, der ihn demütigte; vom Doktor, der ihn für medizinische Experimente missbrauchte, vom Tambourmajor, der ihm die Frau wegnahm; von Marie, die ihn betrog – und die er tötete. Das Psychogramm eines Täters, der ein Opfer ist – und ein leidenschaftliches Plädoyer für Humanität.

Für seine herausragende schauspielerische Darstellung des Woyzeck erhielt Jascha Schütz 2022 den Theaterpreis Hamburg Rolf Mares. Seitdem ist er in vielen Hamburger Theatern immer wieder zu sehen. Im vergangenen Jahr hat auch Regisseur Björn Kruse den Theaterpreis Hamburg erhalten und zwar für seine Inszenierung MICHAEL KOHLHAAS mit Jascha Schütz und Ulrich Bähnk.
16. bis 23. Januar 2026
„Jascha Schütz spielt einen Unterschätzten, Ungeliebten, der irgendwann ausrastet. Man schaudert und fühlt mit – und man glaubt ihm. Björn Kruse hat den figurenreichen Klassiker als packendes Solo inszeniert. Dieser rasiermesserscharfe Abend trifft den wunden Punkt: Wer verlernt zu lieben, verlernt das Menschsein.“ (NDR 90,3 Kulturjournal)
ZUSATZVORSTELLUNG
Wegen des großen Erfolgs von TITANIC – SCHÖNE MENSCHEN SPIELEN GROSSE GEFÜHLE spielen wir eine weitere Vorstellung am Samstag, 24. Januar 2026 um 20 Uhr.
Karten gibt es ab sofort hier zu kaufen.

FEUER IM FUNDUS

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist in unserem Fundus in einem Gewerbehof in Moorfleet ein Feuer ausgebrochen. Bei dem Brand ist ein Großteil der dort eingelagerten Bühnenbilder, Requisiten und Kostüme von über 60 Produktionen zerstört worden. Es sind u.a. auch die Bühnenbilder von geplanten Wiederaufnahmen wie WOYZECK und MICHAEL KOHLHAAS betroffen.
Neben dem großen emotionalen und materiellen Verlust ist uns dadurch kurz vor Weihnachten auch ein enormer finanzieller Schaden entstanden, der durch Versicherungen nur zu einem ganz kleinen Teil gedeckt wird. Gerade für uns als kleines Theater ist ein solcher Rückschlag immer auch die Existenzfrage. Unser Förderverein FREUNDE DES ZIMMERS e.V. hat deshalb kurzfristig einen Spendenaufruf gestartet und wir hoffen, dass wir dadurch den finanziellen Verlust so gering wie möglich halten können.
Wir danken allen Unterstützer:innen und tun im Moment alles dafür, dass das Theater das Zimmer auch diesen Rückschlag übersteht.

Theaterleiterin Sandra Kiefer im Portrait auf der Titelseite des Hamburger Abendblatts.
19. Oktober 2023

Barbara Kisseler Theaterpreis 2022
Hamburgs einziges Zimmertheater wurde für eine herausragende Spielzeit mit dem bedeutenden Preis von der Kulturbehörde ausgezeichnet. Der Preis wird im Andenken an Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler (1949-2016) jährlich verliehen und wird gestiftet von der Hermann Reemtsma Stiftung.
„Vielleicht ist dies das Theater der Zukunft“, sagte Kultursenator Dr. Carsten Brosda in seiner Ansprache und beglückwünschte die Theaterleitung Sandra Kiefer und Lars Ceglecki zu ihrem Mut und ihrem Durchhaltevermögen. Die anonyme Jurorin oder der anonyme Juror schrieb in der Begründung für seine Wahl: „Hier, in der Washingtonallee, wird konkret, was Theater bedeutet, wenn es heißt, es schaffe gesellschaftlichen Zusammenhalt durch sein Vorhandensein und durch seine Themen, die es einbringt.“

„Wir bedanken uns für die Wertschätzung unserer Arbeit“, sagten die beiden Theaterleiter:innen Sandra Kiefer und Lars Ceglecki. „Dies ist aber nicht nur eine Auszeichnung für Geleistetes, sondern auch ein Auftrag für Kommendes. Und so werden wir unseren Weg weitergehen.“ Einen Bericht des Hamburg Journals von der Preisverleihung finden Sie hier.
Hamburgs einziges Zimmertheater
Seit 2014 steht das kleinste Theater der Stadt im Hamburger Osten: Hier gibt es Theater auf Augenhöhe, direkt und unmittelbar, ohne Rampe und Vorhang. Großes Schauspiel auf kleinstem Raum. Das gibt es nur einmal in Hamburg. Nur bei uns.
Sandra Kiefer und Lars Ceglecki (Theaterleitung)
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Wenn Sie uns finanziell unterstützen möchten:
Unser Förderverein Freunde des Zimmers e.V. freut sich auf Ihre Spende.
In Hamburgs kleinstem Theater erwartet Sie ein einmaliges Theatererlebnis: Ohne Vorhang und Rampe, direkt und unmittelbar wird hier die klassische Form des Zimmertheaters gespielt. Das gibt es nur einmal in Hamburg. Nur bei uns.
„Dafür lohnt sich der Weg nach Horn!“ (Szene Hamburg)
Mit 40 Plätzen ist das THEATER DAS ZIMMER Hamburgs kleinstes Privattheater. Es wurde im Oktober 2014 in einem ehemaligen Ladenlokal in Hamburg-Horn gegründet. Seitdem entstehen auf 50 Quadratmetern Klassiker, Komödien und zeitgenössisches Schauspiel. Der Spielplan wird durch Lesungen, Konzerte, Kinder- und Jugendtheater und den inszenierten Stadtteilspaziergang HORN TO GO ergänzt.
Das THEATER DAS ZIMMER wird von der Hamburger Kulturbehörde gefördert, ist Mitglied bei HAMBURG OFF (dem Verbund der Hamburger Off-Theater) und bei HAMBURG THEATER, dem Zusammenschluss aller Hamburger Theater.
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Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Wir bedanken uns für die Unterstützung.

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